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Freiwillige bringen Mühlengraben wieder zum Strahlen

07.08.2026

KETTWIG: Ehrenamtliches Engagement 
Von Nina van Bevern 

Wo Fachwerkhäuser, historische Brücke und viel Grün aufeinandertreffen, schlägt das Herz der Altstadt. Der Mühlengraben gehört zu ihren schönsten und beliebtesten Ecken. Damit das auch so bleibt, packten rund zwölf Freiwillige mit an und investierten Zeit und Muskelkraft, um den beliebten Bereich wieder auf Vordermann zu bringen. 

Im Mittelpunkt der Aktion stand vor allem der Rückschnitt der stark wuchernden Brombeerbüsche, die sich in den vergangenen Monaten erneut ausgebreitet hatten. Auch Brennnesseln, Sommerflieder und Efeu wurden entfernt, damit der Blick auf den idyllischen Mühlengraben wieder frei wird. Ganz nebenbei sammelten die Helferinnen und Helfer auch zahlreiche Flaschen und anderen Unrat ein, der achtlos liegen gelassen oder im Wasser entsorgt worden war. 

Initiator Peter Czuia freute sich über die große Unterstützung aus dem Ort. Für ihn ist der Mühlengraben weit mehr als nur eine Grünfläche. „Er ist unsere Visitenkarte und soll für die Menschen vor Ort ebenso wie für unsere Gäste ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält“, betonte er. Im vergangenen Jahr hatte Czuia gemeinsam mit Grün und Gruga die Idee entwickelt, den Bereich regelmäßig mit ehrenamtlicher Unterstützung zu pflegen. Die Mitarbeiter der Stadt hätten viele wichtige Aufgaben, etwa die Unterhaltung von Spielplätzen, und würden nicht immer alles schaffen. „Deshalb helfen wir hier einfach selbst mit. Das funktioniert hervorragend“, sagte er. Das geschnittene Material wird von Grün und Gruga in den kommenden Tagen abgeholt. 

Zum Helferteam gehörten erneut viele bekannte Gesichter aus dem Ort. So war unter anderem Ratsherr Daniel Behmenburg mit einem Boot auf dem Mühlengraben unterwegs, um Müll aus dem Wasser zu bergen. Dabei förderte er unter anderem eine Champagnerflasche zutage. Mit einem Augenzwinkern bemerkte er, dass es vor Ort zwar genügend Mülleimer gäbe, aber nach dem einen oder anderen Getränk bei manchen offenbar die Treffsicherheit etwas nachlassen würde.  

Damit möglichst viele Menschen mitmachen konnten, war die Aktion in einen Vor- und einen Nachmittagseinsatz aufgeteilt. So hatten auch Berufstätige die Möglichkeit, sich einzubringen. Zwischendurch blieb bei Kaffee und Kuchen Zeit für eine kleine Verschnaufpause und gute Gespräche. „Der Spaß gehört einfach dazu. Gemeinsam etwas für unseren Ort zu tun und anschließend sofort zu sehen, was wir geschafft haben, ist jedes Mal ein schönes Gefühl“, freute sich Peter Czuia.  

Fotos: Kosmas Lazaridis  

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