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Gewerkschaft fordert höhere Löhne in der Gastronomie

20.07.2026

ESSEN: Personalmangel im Fokus 
Von Nina van Bevern 

In der Essener Gastronomie wird weiterhin dringend Personal gesucht. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sind bei der Agentur für Arbeit derzeit 54 offene Stellen sowie zehn unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet. Die Gewerkschaft sieht deshalb vor allem die Arbeitgeber in der Pflicht und fordert deutlich höhere Löhne. 

„Hoteliers, Restaurantbetreiber und Wirte sind händeringend auf der Suche nach Verstärkung – und zwar immer“, sagt Martin Mura, Geschäftsführer der NGG Ruhrgebiet. Rund 11.200 Menschen arbeiten in Essen in Hotels, Restaurants, Cafés und Bars. Dennoch habe die Branche einen „Personal-Dauerbedarf“. Nach Ansicht der NGG müssen die Arbeitsbedingungen attraktiver werden. „Die Gastronomie muss ihre Jobs einfach ‚leckerer‘ machen. Vor allem die Löhne“, betont Mura. 

Die Gewerkschaft fordert ein Lohnplus von sechs Prozent für alle Beschäftigten. Auszubildende sollen zusätzlich einen Zuschuss in Höhe der Kosten für ein Deutschlandticket erhalten. Kritik übt die NGG am Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) NRW. Bei der ersten Tarifrunde habe es „kein Angebot“ der Arbeitgeber gegeben. Zudem verweist Mura auf die seit Jahresbeginn gesenkte Mehrwertsteuer für die Gastronomie. 

„Es wird höchste Zeit, dass sich das jetzt ändert“, sagt er mit Blick auf die Löhne. Nach Berechnungen der Gewerkschaft würde die geforderte Tariferhöhung für einen Vollzeit-Koch oder Kellner mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten. Die nächste Tarifrunde ist für kommende Woche angesetzt.  

Foto: NGG  

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