Artemis II: Rückkehr zum Mond auf den Spuren Walter Hohmanns
02.04.2026
SCHUIR: Mit dem geplanten Start der NASA-Mission Artemis II beginnt ein neues Kapitel der bemannten Raumfahrt. Erstmals seit mehr als 50 Jahren werden Menschen wieder den Mond umrunden. Die mehrtägige Mission dient der Erprobung technischer Systeme für spätere Mondlandungen und markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu möglichen bemannten Reisen auch über den Mond hinaus.
In der aktuellen Pressemitteilung der Sternwarte heißt es weiter: „Die Walter-Hohmann-Sternwarte Essen e.V. nimmt dieses Ereignis zum Anlass, an ihren Namensgeber, den Essener Walter Hohmann (1880–1945) zu erinnern – einen der wichtigsten theoretischen Pioniere der modernen Raumfahrt. Bereits vor 100 Jahren entwickelte Hohmann grundlegende Konzepte für den Flug zu anderen Himmelskörpern. Die nach ihm benannte Hohmann-Transferbahn bildet bis heute die Grundlage für viele Raumfahrtmissionen zwischen Erde, Mond und Planeten.
Auch wenn Artemis II – anders als die damaligen Apollo-Missionen zum Mond oder die Voyager-Sonden – keine klassische Hohmann-Transferbahn nutzt, beruhen Planung und Optimierung der Flugbahn weiterhin auf den physikalischen und mathematischen Prinzipien, die Hohmann damals formulierte. Insbesondere die Abwägung zwischen Energiebedarf, Flugzeit und Missionssicherheit folgt noch immer denselben Grundideen.
Dass die Menschheit mit Artemis II erneut Kurs auf den Mond nimmt, unterstreicht die zeitlose Bedeutung der Arbeiten Walter Hohmanns. Seine theoretischen Überlegungen entstanden Jahrzehnte vor den ersten Raketenstarts – und sind bis heute Grundlage moderner Raumfahrt. In Anerkennung der wissenschaftlichen Leistungen Hohmanns wurde 1970 ein Mondkrater nach ihm benannt.“
Fotos: National Air and Space Museum, Nasa
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