Gänsehautmomente in der Schmachtenbergarena
24.03.2026
KETTWIG: KSV-Nachwuchs trumpft auf
Von Nina van Bevern
Während die Saison im Tischtennis langsam auf die Zielgerade einbiegt, richtet sich der Blick beim KSV immer stärker auf eine Entwicklung, die Hoffnung macht: den eigenen Nachwuchs. Die jungen Spielerinnen und Spieler prägen zunehmend das sportliche Geschehen und sorgen in entscheidenden Momenten für wichtige Impulse in allen Mannschaftsbereichen. „Der KSV-Nachwuchs rückt immer mehr in den Fokus“, betont Reiner Forstmann in seiner aktuellen Mitteilung. „Die intensive Trainingsarbeit beginne sich nun auszuzahlen und das nicht nur in ihren eigenen Spielklassen, sondern auch durch gezielten Einsatz im Erwachsenenbereich.“
Dabei erlebte insbesondere die 1. Mannschaft eine schwierige Phase. Im Heimspiel gegen das starke Team vom Franz-Sales-Haus konnten „drei Gegenzähler zum 3:9“ lediglich Schadensbegrenzung betreiben. Zwar verlief der Start vielversprechend zum 3:3 recht hoffnungsvoll“, wie Forstmann schreibt , doch letztlich setzte sich die größere Konstanz der Gäste durch. Noch deutlicher fiel die Niederlage bei der SG Heisingen aus. Das „anschließende 1:9“ besiegelte nach zwei Spielzeiten den Abstieg aus der 1. Bezirksliga. Besonders bitter: „Inklusive des oberen Paarkreuzes mussten 3 Stammspieler ersetzt werden“, was die Aufgabe zusätzlich erschwerte.
Ganz anders präsentierte sich dagegen die 2. Mannschaft und schrieb ihre eigene Erfolgsgeschichte. Forstmann beschreibt das Saisonfinale fast filmreif: „Wie in einem perfekten Filmdrama am Drehort Schmachtenbergarena“ sicherte sich das Team mit einem 9:7-Sieg gegen DJK VfR Saarn Meisterschaft und Aufstieg. In einem „über fast 4 Stunden hart erkämpften“ Spiel fiel die Entscheidung erst spät. Nach zwischenzeitlicher Führung gelang den Gästen noch einmal der Ausgleich zum 7:7, doch „Kruse und das Doppel Haeyn/Fenske sicherten den knappen 13. Saisonsieg“. Besonders hervorgehoben wird Julian Knorr, der „in Einzel wie Doppel unbesiegt blieb.“ Auch die weiteren Erwachsenenteams zeigten positive Ansätze. Die vierte Mannschaft bestätigte ihren Aufwärtstrend beim Spiel in Freisenbruch. „Die zum Punktgewinn notwendigen Zähler“ wurden durch mehrere Spieler eingefahren, und selbst ein knapp verlorenes Doppel im fünften Satz unterstreicht die insgesamt starke Leistung.
Im Jugendbereich wird die erfolgreiche Entwicklung besonders deutlich. Das erste Jugend-19-Team erreichte gegen TTC Union Mülheim eine echte „Punktlandung“. „Exakt die 3 erforderlichen Zähler zum Punktgewinn“ wurden geholt, wodurch das Team als Tabellenfünfter entspannt dem Saisonabschluss entgegensehen kann.
Für ein echtes Ausrufezeichen sorgte die zweite Jugend-19-Mannschaft. Mit einem „10:0 - Kantersieg beim TTV Altenessen“ stürmte das Quartett an die Tabellenspitze. Forstmann hebt hervor, dass „lediglich einen Satz“ abgegeben wurde. Damit kommt es im letzten Saisonspiel zu einem echten Showdown: „Nun geht es sogar um Titel und Aufstieg.“
Auch die dritte Jugend-19-Mannschaft konnte überzeugen. Beim 3:7 gegen TTC Osterfeld hielt das Team lange mit und sicherte sich einen wichtigen Punkt. „Bis zum 3:3 gut mithalten“ diese Entwicklung zeigt, dass auch in der Breite Fortschritte erkennbar sind.
Abgerundet wird das positive Bild durch die Jugend-15-Mannschaft, die sich mit einem 6:4-Erfolg gegen TTC Werden durchsetzen konnte. „Bartsch, Drnec (je 2 Einzelsiege), Guzewski und das Doppel Guzewski/Drnec“ sorgten laut Forstmann für die entscheidenden Punkte und festigten Rang fünf in der Tabelle.
So ergibt sich ein klares Gesamtbild: Während die erste Mannschaft einen Rückschlag verkraften muss, wächst im Hintergrund eine neue Generation heran, die zunehmend Verantwortung übernimmt. Oder, wie Reiner Forstmann es zusammenfasst: Die Trainingsarbeit „trägt zunehmend Früchte“ und lässt den KSV optimistisch in die Zukunft blicken.
Fotos: KSV TT-Archiv, Dieter Kral, Privat
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