Neujahrsempfang der Kettwiger Christdemokraten
19.01.2026
KETTWIG: Wenn die Kettwiger CDU zum Neujahrsempfang in den Sengelmannshof einlädt, dann geben sich regelmäßig Hochkaräter die Klinke in die Hand. So konnte Guntmar Kipphardt diesmal die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Ina Brandes MdL, für die Festrede gewinnen.
In der aktuellen Pressemeldung erklärt der CDU-Kettwig Vorstand weiter: „In seiner Ansprache streifte Kipphardt sowohl die multiplen Krisen in der Welt und blickte sorgenvoll auf das angespannte Verhältnis zu den USA, das durch die radikale America First – Politik, Strafzölle, Drohungen und Unberechenbarkeiten jäh mit jahrzehntelanger Freundschaft, gemeinsamen Werten und Verlässlichkeit bricht. ,Wir dürfen uns nicht in nationalstaatlichem Handeln verzwergen, sondern müssen aus der Mitte Europas heraus Einigkeit, Stärke und Geschlossenheit demonstrieren’, so Kettwigs CDU-Chef. ,Gut, dass Friedrich Merz hier mutig voranschreitet.’
Neben positiven Entwicklungen in Kettwig wie dem Erweiterungsbau des THG, der Sanierung der dortigen Dreifachturnhalle, dem Neubau der Brücker Schule, der jüngst sanierten Turnhalle am Bögelsknappen oder der fortgeschrittenen Planung des Parkgebäudes neben dem Kettwiger Bahnhof, wünschte er sich u.a. eine sichere Querung der Hauptstraße für Fußgänger vor MarKett, den Erhalt der Ortssatzung Kemmannsweg, den Erhalt der Parkplätze zwischen Volckmarstraße und Kreisel sowie mehr Achtung öffentlichen Eigentums.
Ministerin Ina Brandes, MdL, setzte in ihrer Festrede besondere Akzente: ,Politik muss Probleme lösen und Chancen schaffen. Die größte Chance unserer Zeit ist Künstliche Intelligenz. ‚Von der Kohle zur KI‘: Mit Investitionen in starke Universitäten, neue Studiengänge, Exzellenzcluster, den schnellsten Superrechner Europas, JUPITER, moderne Rechenzentren und Start-ups machen wir Nordrhein-Westfalen zum führenden KI-Standort.’
Wie sehr der schnelle Informationsaustausch in unser Leben greift, stellte die Ministerin am Beispiel der Krebsforschung heraus. Ziel müsse es sein, den Krebs zu besiegen und die Therapien für Patientinnen und Patienten möglichst schonend zu gestalten. Was in der Vergangenheit noch Jahre an Forschung brauchte, kann durch KI heute wesentlich beschleunigt werden. Der Wissenszuwachs in der Onkologie sei rasant und damit auch die Chancen auf bessere Therapien und Heilung.
Im Bereich Kultur berichtete Ministerin Brandes über ein sehr besonderes und wichtiges Projekt der Erinnerung an den Holocaust. Angeregt durch eigene Erfahrungen in Chicago, wurden über mehrere Tage hochbetagte Überlende aus Konzentrationslagern befragt und dabei gefilmt. Um die Erinnerung an diese dunkle Zeit deutscher Geschichte wachzuhalten, wurden Hologramme dieser Personen gefertigt. In einer Ende des Monats beginnenden Ausstellung auf Zollverein (Halle 8) ist es dann möglich, dass durch diese Form der Darstellung den Personen Fragen gestellt und authentisch beantwortet werden. Bereits über 100 Schulklassen haben sich für die besondere Form der Auseinandersetzung mit der Schreckensherrschaft der Nazis angemeldet.“
Es wurden geehrt:
Herr Hans Joachim Kallenberg für 25 Jahre Mitgliedschaft in der CDU
Frau Christine Pauling für 25 Jahre Mitgliedschaft in der CDU
Herr Guntmar Kipphardt für 50 Jahre Mitgliedschaft in der CDU
Traditionell endete der Neujahrsempfang mit einem Imbiss und vielen Gesprächen an den Tischen über Kettwig.
Fotos: Kosmas Lazaridis
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