Artikelsuche:

Rinderbachbrücken: BV IX setzt klares Zeichen für schnelle Wiederherstellung

17.10.2025

KETTWIG: Politik vor Ort Von 
Nina van Bevern 

„Die neue Stadtregierung kommt nicht mehr an der klaren, einstimmigen Position der Bezirksvertretung vorbei“, betont Gerd Kolbecher, stellvertretender Bezirksbürgermeister der BV IX. Mit dieser Aussage bringt er die Stimmung nach der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung auf den Punkt: Die Entscheidung zur schnellstmöglichen Wiederherstellung der Rinderbachbrücken wurde einstimmig getroffen: Ein deutliches Signal an die Stadtverwaltung und ein Erfolg für die engagierten Bürger. Die Verwaltung wird nun aufgefordert, die Brücken „vor der Brücke“ in Kettwig durch einen Generalübernehmer instand setzen zu lassen. 

Damit widerspricht die BV IX den bisherigen Plänen des Amtes 66, das in einer viel kritisierten Informationsveranstaltung am 28. August 2025 im Kettwiger Rathaus eine Fertigstellung der Volckmarbrücke erst „voraussichtlich Ende 2028“ in Aussicht stellte. Die Bezirksvertretung verweist in ihrem Beschluss ausdrücklich darauf, dass die Maßnahme nicht durch eine sogenannte „funktionelle Ausschreibung“ erfolgen soll (also nicht durch Planung und Umsetzung durch das Amt selbst), sondern vollständig durch einen Generalunternehmer. 

Laut einer vorliegenden Expertise könnte der Neubau so in nur sechs Monaten abgeschlossen werden und rund 800.000 Euro kosten. Für die Bürger hätte dieses Vorgehen erhebliche Vorteile: Eine schnellere Umsetzung, geringere Kosten und eine bessere Versorgung, insbesondere für mobilitätseingeschränkte oder ältere Menschen in Vor der Brücke. Das Amt 66 würde lediglich eine Kontrollfunktion übernehmen, während die Stadt die Gewährleistung für die korrekte Ausführung behalten würde. „Mit der Umsetzung dieses Beschlusses hat sich der Einsatz unserer Partei für die Betroffenen gelohnt“, so Kolbecher weiter. Die FDP im Ortsverband Kettwig spricht von einer „klaren Entscheidung für Kettwiger Brücken“. 

Neben der Brückenproblematik bleibt ein weiterer Punkt offen: Der mobile Hochwasserschutz entlang der Laupendahler Landstraße vom Werdener Schwimmbad bis zur Kettwiger Stauseebrücke. Auch hier fordert die FDP dringende Maßnahmen im Interesse der Anwohner. Kolbecher mahnt abschließend: „Die neue Stadtregierung ist aufgefordert, ihre Prioritäten grundsätzlich zu überdenken. Nicht der Radwegebau, sondern die Verbesserung der wirtschaftlich notwendigen Infrastruktur muss die höchste Priorität erhalten.“ 

Foto: Kosmas Lazaridis 

#BV-IX #rinderbachbrücken #kettwig #intern